Gerechte unter den Völkern

Franz Leitner

Dokumentation   |   41 Minuten    |   ORF III, Planet TV, Bibel TV   |    2015

„Kein Mensch hat je gedacht, dass ich aus dieser Hölle lebend rauskomme, ich auch nicht.“

 

Der junge Österreicher Franz Leitner riskierte unter der Naziherrschaft sein Leben und rettete in seiner fünfjährigen Gefangenschaft im KZ Buchenwald Hunderten Kindern das Leben.

Kurz nach Kriegsbeginn tritt er dem illegalen kommunistischen Jugendverband woraufhin er verhaftet wird und ins KZ Buchenwald deportiert wird. Als gewählter Blockältester des „Kinderblocks “ mit 400 Kindern setzt er sich dafür ein, die Lebensbedingungen seiner LeidensgenossInnen zu verbessern und rettet zahlreichen jüdischen Kindern das Leben. Nach der Befreiung kehrt Leitner 1945 nach Österreich zurück und setzt seine erfolgreiche Karriere in der Kommunistischen Partei fort. Doch sein Hauptanliegen ist, an Schulen Jugendliche über die Gräueltaten der Nationalsozialisten aufzuklären.

In der Dokumentation gehen Sohn und Enkel von Franz Leitner auf Spurensuche. Auch der ehemalige Insasse des KZ Buchenwald Marko Feingold erzählt von Leitners Bemühungen, möglichst viele Kinder zu retten. Experteninterviews mit Danielle Spera, Hannah Lessing, Herwig Hösele, dem Historiker Michael John und Verantwortlichen aus der Gedenkstätte Yad Vashem zeichnen ein Bild von Menschlichkeit in einer Zeit des Grauens.

Der Film „Franz Leitner“ ist Teil der Dokumentationsreihe „Gerechte unter den Völkern“. In vier Filmen werden außergewöhnliche Lebensgeschichten von Helfern & Rettern in der Zeit des Nationalsozialismus erzählt, die Mut machen sollen, dass Courage und Mitgefühl immer möglich sind – auch unter den widrigsten Umständen.

Dokumentation 2015